Paulusgemeinde Darmstadt

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Umbau in der Nachkriegszeit

Rücknahme des Wiesbadener Programms

Die Pauluskirche war in der Darmstädter Brandnacht vom 11. auf den 12. September 1944 beschädigt worden. Nach Kriegsende stellte man die Kirche wieder her. Allerdings stand der damalige Pfarrer Rudolf Wintermann der Gestaltung des Kirchenraums im Sinne des Wiesbadener Programms ablehnend gegenüber. Er sorgte dafür, dass die Kirche gemäß seiner theologischen Sichtweise verändert wurde. Kanzel und Altar trennte man voneinander und verlegte sie an ihre konventionellen Orte: den Altar in den Chorraum und die Kanzel vorne links an den Triumphbogen im Kirchenschiff. Die so geschaffene Ausrichtung des Kirchenraums alleine auf den Altar sollte ausdrücken, dass das Abendmahl als Sakrament einen höheren Stellenwert habe als das gesprochene Wort. Dass der Altar aus dem Kirchenschiff in den Chorraum verlegt wurde, erhöhte die Distanz zur Gemeinde, die sich in ehrfürchtigem Abstand zum Tisch des Herrn versammeln sollte.

Dass Pfarrer und Kirchenvorstand ein wertvolles Baudenkmal solchermaßen umgestalteten, ist nach heutigen Denkmalschutzvorstellungen undenkbar und zeugt von einem besonderen Sendungsbewusstsein der damals Handelnden.

Ein heller Raum mit Spannungen

Enstanden ist ein Kirchenraum, der durch Überstreichen der originalen Malereien mit weißer Farbe hell und weit wirkt. Gleichzeitig lässt der Blick auf Triumphbogen und Chorraum eine nicht auzugleichende Spannung zwischen dem ursprünglichem Raumkonzept und der Umgestaltung in der Nachkriegszeit erkennen. In dieser Spannung ist der Gottesdienstraum der Pauluskirche ein lebendiges Dokument der Kirchengeschichte und ein eindrückliches Beispiel dafür, wie theologische Positionierungen ein Kirchengebäude prägen und verändern.

Kunst in der Pauluskirche

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