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Live-Aufzeichnung: Der fallende Prometheus

Wo ist Gottes Gerechtigkeit in der von uns verursachten Umweltkrise? Fragen an die Theologie im fiktiven Dialog mit der antiken Götterwelt, formuliert von Eric Giebel, vertont von Wolfgang Kleber.

Musikalische Aufführung zur Klimagerechtigkeit

Der fallende Prometheus - Moderner Bocksgesang

Schirmherrschaft: Oberbürgermeister Jochen Partsch

 

Beide Aufführungen wurden live gestreamt und aufgezeichnet.

Sehen Sie hier das aus beiden Konzertmitschnitten erstellte Video mit vollständigen Untertiteln:

Der fallende Prometheus - Moderner Bocksgesang, Pauluskirche Darmstadt, 9. und 10. April 2022

Und Sie sind herzlich eingeladen zur
Dialogveranstaltung
mit Präsentation der Videoaufzeichnung
am 5. Mai, 19.30 bis 21.30 Uhr, in der Pauluskirche

 

Besetzung

"Prometheus": David Pichlmaier (Bariton)
"Epimetheus": Jongwoo Park (Bariton)
"Io": Irmhild Wicking (Mezzo)
"Gott": Ayano Dozono (Sopran) & Florian Conze (Bass)
"Jesus": Andreas Wagner (Tenor)
"Heiliger Geist": Coroncina Paulina (gemischter Chor)
Südhessisches Kammerensemble (Instrumentalsolisten)
Finn Krug (Orgel)
Leitung: Wolfgang Kleber

 

 

 

In fiktiven Dialogen zwischen Figuren der antiken griechischen Mythologie und der jüdisch-christlichen Theologie sowie der Bewegung „Fridays for Future“ diskutiert das neue Werk von Eric Giebel und Wolfgang Kleber die aktuellen Fragen: Wie konnte es dazu kommen, dass aus dem menschlichen Bemühen um gute Lebensverhältnisse die Klimakrise resultiert? Wo ist Gottes Gerechtigkeit in der von uns verursachten Umweltkrise? Wie fördern wir Klimagerechtigkeit?

Eric Giebel schreibt zu seinem Libretto:

Ausgehend von Johann Wolfgang von Goethes Prometheus, dem Gedicht, das die Gedankenwelt des Sturm und Drang wie kein zweites zum Ausdruck bringt (und damit auch bezugnehmend auf das Aischylos zugeschriebene Drama Der gefesselte Prometheus), gibt Prometheus zu Beginn des 21. Jahrhunderts weiterhin den Gegenspieler Gottes, den Revolutionär, der sich einst gegen die göttliche Allmacht wendete und zur Strafe immer noch an einen Felsen im Kaukasus gekettet ist. Gott war und ist in Prometheus' Augen ein Tyrann, der die Menschheit knechtet. Er rechtfertigt noch heute seinen früh initiierten Diebstahl des göttlichen Feuers, das, den Menschen dargeboten, Zivilisation und Partizipation an Gottes Schöpfung ermöglichte. Die Menschen haben über ihre Verhältnisse gelebt und die revolutionäre Tat des Prometheus vergessen. Die Erde ist nach Jahrtausenden aufgebraucht. In der jungen Generation regt sich Widerstand gegen die Ausbeutung des Planeten. Prometheus wird die Fähigkeit des Vorausschauens abgesprochen, mehr noch, ihm wird angelastet, durch sein früheres Handeln die jetzige unverantwortliche Entwicklung mitverursacht zu haben. Prometheus ist der tragische Held, von dem sich am Ende die Menschen, die ihm so viel zu verdanken haben, wütend abwenden.

Der fallende Prometheus behandelt nach Der Himmel über Sodom (2016/2017) erneut Fragen der Theodizee. War dort die Frage nach der Gerechtigkeit Gottes ein Aufschrei gequälter Menschen: Wo ist die Gerechtigkeit auf dieser Welt?, so gibt nun Gott selbst die Antwort auf diese Frage. Er bietet den Menschen Zuversicht und Hoffnung an, damit sie die Schöpfung bewahren können: Die Gerechtigkeit ist in mir, sie ist mit mir. Wenn ihr mit mir seid, ist die Gerechtigkeit in euch.

Lesen Sie dazu auch den Essay von Eric Giebel.

 

Vielen Dank allen, die bereits privat für das Projekt gespendet haben, sowie der EKHN-Stiftung, der DaPonte-Stiftung, der Wissenschaftsstadt Darmstadt, dem evangelischen Dekanat Darmstadt, der Evangelischen Bank.

Libretto

Partitur

 

 

 

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