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Internationaler Orgelsommer, Konzert 4 Internationaler Orgelsommer, Konzert 4

Kurs-Nr.: Internationaler Orgelsommer, Konzert 4, 17.07.2019, Darmstadt

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Infos

Termin 17. 07. 2019 20:00 – 21:30 Uhr

Ort Pauluskirche, Niebergallweg 20, 64285 Darmstadt

Kosten 15 €. Ermäßigung für Schwerbehinderte, Teilhabecard Darmstadt, PaulusmusikCard. Frei für Schüler*innen und Studierende. Abonnement für 10 Konzerte: 60 (40) €

Links http://www.ztix.de/paulusgemeinde/kalender.html

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Australian Chamber Choir, Melbourne
Leitung: Douglas Lawrence

TERRA AUSTRALIS – Das Land der Imagination

In einem neuen Konzept von Programmgestaltung werden große Werke für Chor verbunden mit jahrelangen Reisen auf der Suche nach der Terra Australis, dem legendenumwobenen großen Süd-Land, und den späteren Expeditionen, die Australien und die Antarktis auftauchen ließen.

Die Proben des Australian Chamber Choir finden in Melbourne statt, auf dem Gebiet des Kulin Stammes. Der ACC erkennt die Wurundjeri als die traditionellen Hüter dieses Landes an und wir zollen ihren Elders (älteren Weisen) Respekt, sowohl den früheren als auch den heutigen. Der Chor  würdigt die mannigfaltigen Kulturen und Sprachen der Aborigines und Torres Strait Islanders und honoriert ihre Resilienz (psychische Widerstandskraft), Leistungsfähigkeit und ihren Beitrag für die Gesellschaft. Von Douglas Lawrence geleitet, ist der Australian Chamber Choir auf seiner siebten Konzertreise in Europa mit Konzerten in St Martin-in-the-Fields (London), den Kathedralen von Bonn, Berlin und Ribe, Paris, Kopenhagen, Hamburg, Hannover, Darmstadt, Piern, Tübingen, Stuttgart und Koksijde an der flämischen Küste.

Der flämische Entdecker Dirk den Hartog war der erste Europäer, der 1619 an der Westküste von Australien angelegt hat.  Im selben Jahr schrieb der flämische Komponist Jan Pieterszoon Sweelinck für die Weihnachtszeit ein schwungvolles achtstimmiges Hodie Christus natus est.

Die sterblichen Überreste von Matthew Flinders wurden im Januar dieses Jahres während archäologischen Ausgrabungen unter der Euston Station in London entdeckt. Flinders starb 1814 im Alter von 40 Jahren, einen Tag nachdem sein Buch "A Voyage to Terra Australis" veröffentlicht wurde. Im selben Jahr veröffentlichte Beethoven seinen Abschiedsgesang. Mit diesem Lied gedenkt der ACC Matthew Flinders, nimmt von ihm Abschied in der St. James Kirche, wo sein Grab lag.

Der preußische Entdecker, Ludwig Leichhardt, wanderte von der nördlichsten Siedlung Australiens, Darling Downs (Queensland) mit einer Gruppe von Männern (unter denen sich auch Aborigenes befanden) 4.500 Kilometer, um vierzehn Monate später die nördlichste Spitze Australiens in Port Essington (Northern Territory) zu erreichen.  Im gleichen Jahr, 1844, komponierte Felix Mendelssohn Bartholdy sein himmlisches, mehrstimmiges Lied Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir. Der Text hätte speziell für Ludwig Leichhardt geschrieben sein können. Vier Jahre später allerdings, beim Versuch, die Westküste Australiens zu Fuß zu erreichen, verschwanden Ludwig Leichhardt und seine Gruppe spurlos.

Der französische Kartograph Oronce Finé hatte, als er 1531 einen neuen Atlas veröffentlichte, bevor je ein Europäer einen Fuß auf Terra Australis gesetzt hatte, eine verblüffende Vorahnung, als er die einheimischen Bewohner wie folgt beschrieb: Sie “führen ein gutes, ehrliches Leben und sind keine Menschenfresser … sie haben keine Buchstaben und keine Könige, aber sie ehren ihre Ahnen und sind ihnen gehorsam”. Etwa zur gleichen Zeit schrieb der portugiesische Musiktheoretiker und Komponist, Vicente Lusitano, ein erstaunliches beispielhaftes Stück von chromatischer Polyphonie mit dem Titel Heu Me Domine (Leider Gottes). Als seine erste Abhandlung 1553 in Rom erschien, wurde Lusitano, der von afrikanischer Abstammung war, der erste schwarze Komponist, der publiziert wurde.

Auf dem Programm stehen auch Werke von Josquin des Prez, J. S. Bach, Debussy und Messiaën, jedes Werk gepaart mit einer Reise oder Entdeckungs-Expedition.

Das Programm ist ausschließlich australisch und wäre nicht komplett ohne Beiträge von australischen Poeten und Komponisten.

Am 3. Juni 1769 versuchte Kapitän James Cook eine neue Apparatur, um den Durchgang von Venus vor der Sonne auf der Insel Tahiti zu verfolgen. Sofort nach diesem Ereignis brach Cook das Siegel eines Umschlages, der die Aufschrift trug Geheime Anweisungen für Kapitän Cook von Lord High Admiral von Großbritannien. Darin wurde er angewiesen, geheim nach der Terra Australis zu suchen. Um des 250. Jahrestages der Öffnung dieser geheimen Anweisungen von Cook zu gedenken, hat der ACC den australischen Poeten Mark Tredinnik und den australischen Komponisten Alan Holley beauftragt, ein neues Werk zu schreiben, welches das Zentralwerk des Terra Australis-Programms bildet.

Die enormen Beiträge der Ureinwohner zur Entdeckung Australiens wurden bis mindestens Mitte des Zwanzigsten Jahrhunderts weitgehend übersehen. Die umfangreichen Texte, die das Programm begleiten (in Papier- und Online-Form), stellen die wichtige Rolle der Ureinwohner in der Entdeckung des australischen Kontinents in ein neues Rampenlicht.

Das Programm beginnt und endet mit den Worten des Aborigine-Poeten Bill Neidjie. Diese Worte wurden vom australischen Komponisten Tom Henry vertont. Bill Neidjie, ein Ältester des Gagudju Klans von Nordwest-Australien – Verhandlungsführer, Friedensstifter, letzter überlebender Sprecher der Gagudju-Sprache – versichert eifrig, dass die reiche Geschichte seines Volkes nicht vergessen werde. Er brach Tabus, indem er einige der traditionellen Geschichten oder Dreamings (Träume) in zwei Gedicht-Bänden veröffentlichte. Diese Gedichte sprechen von einem Land der Imagination, von zeitlosen Orten, wo die geistige Welt der physischen begegnet. Manche Menschen meinen, dass alle Kunst von einem solchen Ort herrührt.

Details

Veranst. Evangelische Paulusgemeinde Darmstadt Wolfgang Kleber

Telefon

Telefax Langtitel Internationaler Orgelsommer, Konzert 4

E-Mail musik@paulusgemeinde-darmstadt.de

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